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Technik

An der Grenze des Machbaren...

Lyra Company Limited entwickelt und produziert ausschließlich Moving-Coil-Tonabnehmer. Sämtliche Modelle der vergangenen Jahrzehnte – darunter befinden sich auch berühmte Systeme, die Lyra für eine legendäre schottische High-End-Marke gefertigt hat – basieren auf Konzepten von Jonathan Carr und Yoshinori Mishima. Letzterer wacht auch heute noch persönlich über den Zusammenbau und das Feintuning jedes einzelnen Systems, das die Fertigungsstätte in Setagaya-ku, Tokio verlässt.

Die aktuellen Modelle gehören zu einer neuen Generation von Lyra-Tonabnehmern, deren Stammbaum bis zum Jahre 1985 zurück reicht. Mit ihren wohlbekannten Vorläufern haben die neuesten Kreationen von Carr und Mishima allerdings nur noch wenig gemein – und das, obwohl Systeme wie das Tsurugi (1985), Clavis (1991) und Clavis D.C (1994) neue Maßstäbe in Sachen analoger Musikwiedergabe setzten. Der Hauptunterschied zu den diesen und anderen Vorgängermodellen liegt in dem auf die Spitze getriebenen Bemühen, mechanische Bauteile auf ein Mindestmaß zu reduzieren sowie leitendes Material in der Nähe des Generators unter allen Umständen zu vermeiden. Um letzteres zu gewährleisten, entschloss sich Lyra, bei allen neuen Systemen einen MC-Generator mit zwei Ringmagneten einzusetzen, der so konstruiert ist, dass er auf die sonst üblichen Polschuhe verzichten kann. Diese Konstruktion sorgt für deutlich verbesserten Energiefluss zwischen Spule und Magneten, größeren Dynamikumfang sowie reduzierte Verzerrungen. Darüber hinaus befestigt Mishima den vorderen der beiden Ringmagneten an einer höchst steifen, vor allem aber nicht leitenden Kunststofffront. Der gesamte Generator wiederum hängt an einer aus dem Vollen gefrästen Befestigungsplatte, die ein Maximum an Härte und ein Minimum an elektrischer Leitfähigkeit garantiert.

Um die Zahl beweglicher Teile zu reduzieren, ist die Nadelträgeraufhängung bei den Lyra-Systemen der neuesten Generation mechanisch direkt mit der Struktur der Befestigungseinheit verbunden. Mit anderen Worten: die Rückseite des Nadelträgers – und nicht wie sonst der hintere Polschuh – ist integraler Bestandteil der rigiden Gesamtkonstruktion. Das Ergebnis sämtlicher Bemühungen auf mechanischer und elektrischer Ebene ist ein unvergleichlich sauberes, verfärbungsarmes und dynamisches Klangbild sowie überragender Detailreichtum. Eben typisch Lyra!